{"id":908,"date":"2021-04-30T00:28:52","date_gmt":"2021-04-29T22:28:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mayday.jetzt\/?p=908"},"modified":"2021-04-30T00:44:49","modified_gmt":"2021-04-29T22:44:49","slug":"club-workers-block","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mayday.jetzt\/index.php\/2021\/04\/30\/club-workers-block\/","title":{"rendered":"club workers block"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-909 size-large\" src=\"https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/club_workers_block-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/club_workers_block-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/club_workers_block-300x199.jpg 300w, https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/club_workers_block-768x511.jpg 768w, https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/club_workers_block.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>MAYDAY &#8211; MAYDAY &#8211; CLUB_WORKERS_BLOCK<\/p>\n<p>1.Mai 2021_12h Ottakring U3 &#8211; Treffpunkt &#8211; Silber \/ goldene Fahne.<br \/>\nDu hast Bezug zur Clubkultur? Arbeitest nachts, im Veranstaltungs-, Party- oder einem anderen Kontext? Du warst in diesen Bereichen vor der Pandemie t\u00e4tig? Du produziert Musik, organisierst Raum oder gehst gerne Feiern?<br \/>\nKomm zum Treffpunkt in Ottakring, dem Club_Workers_Block, um dich mit uns zu vernetzen und gemeinsam den 1.Mai &#8211; mit Abstand und Maske &#8211; zu begehen.<br \/>\nDenn: Eine andere Welt, in der es ein gutes Leben f\u00fcr Alle gibt, ist nicht nur denkbar, sondern auch machbar! Fight precarity &#8211; join us!<\/p>\n<p>Nutze bitte im Vorfeld die vielen kostenfreien Testm\u00f6glichkeiten, die es in Wien gibt.<\/p>\n<p>Status &#8211; Pandemie: Seit \u00fcber einem Jahr hat die Pandemie die Welt im Griff. Die ganze Welt? Nein. Inzwischen gibt es einige Regionen, in denen der Umgang mit der Pandemie besser funktioniert als in Mitteleuropa. Der Unterschied: Dort wurde klarer und st\u00e4rker auf die Gefahr des Virus reagiert, wirtschaftliche Fragen standen dabei eher im Hintergrund, dort wo Gefahr bestand, wurde unabh\u00e4ngig, ob es sich um eine Baustelle, einen Supermarkt oder einen Club gehandelt hat, zugesperrt und rasch gehandelt.<br \/>\nDieses &#8222;Zwischending&#8220; in Mitteleuropa, der Versuch die Wirtschaft offenzuhalten, aber den Kulturbereich und das soziale Leben zu schlie\u00dfen, ignoriert vieles. Zum einen werden die soziokulturellen Aspekte eines Lockdown, psychologische Auswirkungen, die feministischen Aspekte was eine Krise bedeutet, ignoriert, zum anderen die gesundheitliche Dimension. Mit den damit einhergehenden\u00a0 politische Entscheidungen, in die wir oftmals nicht einbezogen werden, wird \u00fcber Menschenleben und Schicksale entscheiden. Das zeigt sich, indem Patente auch in dieser Krise weiter umgesetzt wurden. Dadurch wird beim Impfstoff weiterhin in einer Dimension wie Geld statt Gesundheit gedacht statt Rezepte und Produktion zu vergesellschaftet. Die Auswirkungen dessen zeigen sich hierbei auch wieder global &#8211; manche L\u00e4nder sind mit Impfstoffen unterversorgt, andere haben Ampullen-Verstecke und verschenken die Dosen. Die Krise wirkt dabei wie ein Brennglas und verschafft gesellschaftlichen Problemen Sichtbarkeit, die auch zuvor bereits vorhanden waren.<\/p>\n<p>Und Club Kultur so?<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich ist der Kulturbereich eines der letzten Dinge, an die gedacht wird. Innerhalb des Kulturbereichs wurde dabei eine Mehrklassengesellschaft geschaffen &#8211; manche sind anspruchsberechtigt auf Beihilfen: Wer an der veralteten und wenig zug\u00e4nglichen K\u00fcnstler_innen-Sozialversicherung angedockt ist, hat das Privileg der &#8222;K\u00f6nigsklasse&#8220; anzugeh\u00f6ren und besser ausfinanziert zu werden. Uns ist dabei klar, \u00d6sterreich zahlt wenigstens im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern Gelder an prek\u00e4re Kunst- und Kulturschaffende aus, aber wir lehnen die Abstufung in Klassen ab. Alle m\u00fcssen sich die Miete leisten k\u00f6nnen, es braucht eine bedingungslose Absicherung aller. Au\u00dferdem ben\u00f6tigt es eine bedingungslose Absicherung des Gesundheitssystems. Bereiche wie Kultur, Soziales, Bildung, Wohnen, Gesundheit und Wissenschaft sind seit Jahren unterfinanziert, stellen aber eine Basis unser allen Lebens und gesellschaftlichen Zusammenhalts dar. Diese Bereiche m\u00fcssen vollst\u00e4ndig ausfinanziert werden. #Systemrelevant<\/p>\n<p>Vorschl\u00e4ge, die aus der Kunst- und Kulturbranche kommen, werden meist nicht aufgegriffen. Im Fr\u00fchjahr 2020 wurden bereits Modelle und Pr\u00e4ventionskonzepte ausgearbeitet, die allerdings seitdem ignoriert bleiben. In verschiedensten St\u00e4dten zeigen Modellversuche, dass Veranstaltungen mit Eintrittstests und Masken durchaus funktionieren und weniger Gefahr verbreiten als ein Besuch im vollen Supermarkt (f\u00fcr den sich die Menschen vorher nicht testen m\u00fcssen). Vorschl\u00e4ge, wie das Einbeziehen von Veranstalter_innen und Locations f\u00fcr Kampagnen, die unsere Zielgruppen erreichen, wurden nicht aufgenommen. Lieber wurde viel Geld in Babyelefanten-Werbung investiert.<\/p>\n<p>Der Virus wird als ein Zustand inszeniert, der durch die Jugend und die Feierkultur ungebremst Verbreitung erleben w\u00fcrde.<br \/>\nEs wird die Annahme in den Raum gestellt, dass Covid_19 nachts gef\u00e4hrlicher sei als tags\u00fcber. Der st\u00e4ndige Ausnahmezustand und die seit 6 Monaten bestehende Sperrstunde stellt die Jugend- und Nachtkultur\u00a0einmal mehr, ohne jegliche wissenschaftliche Basis, als Gefahrenr\u00e4ume dar. Das #Jugendbashing und verantwortlich machen anderer marginalisierter Gruppen ist f\u00fcr uns ein No-Go! Wir stellen uns gegen dieses Bild. Ein Virus ist ebenso tags\u00fcber aktiv! Die nicht gesperrten B\u00fcros und die fehlende Testpflicht f\u00fcr Betriebe\u00a0stellen erwiesenerma\u00dfen die h\u00f6chste Infektionsgefahr dar.<\/p>\n<p>An dieser Stelle wollen wir uns klar f\u00fcr offene Grenzen und Bleiberecht sowie Bewegungsfreiheit aussprechen. Auch uns haben die Abschiebungen von Sch\u00fcler_innen in der Krise massiv schockiert und wir stellen uns gegen diese Art von Politik. Und klar ist auch: &#8222;stay at home&#8220; kann nicht klappen, wer keinen Wohnraum hat, in einem Lager gezwungen ist oder mit bedr\u00e4ngenden, psychosch\u00e4digenden oder depressiven Dauerzust\u00e4nden konfrontiert ist. Daher gilt ebenso: Wohnraum f\u00fcr alle und das bedingungslos!<\/p>\n<p>Medial und politisch wird beklagt, dass Personen im \u00f6ffentlichen Raum zu wenig Verantwortung \u00fcbernehmen. Es werden Modelle abgelehnt, die ein unb\u00fcrokratisches Anmelden (drei Klicks, drei Fragen, drei Tage zuvor) f\u00fcr kleinere Personenmengen (bis 100) im \u00f6ffentlichen Raum erm\u00f6glichen k\u00f6nnten. Die Begr\u00fcndung: \u00a0&#8222;Das w\u00e4re ein zu starker Eingriff in die Veranstaltungsordnung&#8220;. Menschen werden in Grauzonen gedr\u00e4ngt, weil die Politik sich Verantwortungsstrukturen im Staat gegenseitig zuschiebt, aber dann schlussendlich selten etwas passiert. Die Verdr\u00e4ngung in die Illegalit\u00e4t steigt und schlussendlich wird das Vertrauen in demokratische Strukturen und regierende Parteien verloren.<\/p>\n<p>Dem wirken wir entgegen &#8211; durch wichtige Vernetzungsarbeit st\u00e4rken wir das Miteinander. Clubkultur steht nicht still und solidarisiert sich. Seien es zahllose Soli-Projekte f\u00fcr People on the Move, die von Clubs und Veranstalter_innen\u00a0oftmals tatkr\u00e4ftig bei Spendensammlungen und anderen praktischen Aufgaben unterst\u00fctzt werden. Oder die vielen Online-Events,\u00a0die durch Streams Soli-Kohle aufgetrieben haben. Es entstanden in der Krise neue Formate, wie zum Beispiel die Fernsehsendung &#8222;united_we_talk&#8220; der IG Club Kultur gemeinsam mit Gruppen aus Frankfurt, M\u00fcnchen und Berlin.<\/p>\n<p>Wir stehen gemeinsam f\u00fcr eine andere Welt ein, f\u00fcr eine Gesellschaft, in der ein gutes Leben f\u00fcr alle m\u00f6glich ist!<br \/>\nWir gehen gemeinsam am 1.Mai 2021 auf die Stra\u00dfe, um auf unsere und andere unsichere und prek\u00e4re Lebenssituationen hinzuweisen.<\/p>\n<p>Wir sehen uns am 1. Mai!<\/p>\n<p>&#8230; und auch am 14. und 15. Mai &#8211; beteiligt euch am Aktionstag #savetherave &#8211; schreibt an organize@clubkultur.org zum Mitwirken.<\/p>\n<p>Aufruf von:<\/p>\n<p>IG Club Kultur &#8211;<a href=\"https:\/\/www.clubkultur.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> www.clubkultur.org<\/a><\/p>\n<p>Kultur for President &#8211; <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/kulturforpresident\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.facebook.com\/kulturforpresident<\/a><\/p>\n<p>4lthangrund f\u00fcr Alle! &#8211; <a href=\"https:\/\/mayday.jetzt\/index.php\/2021\/04\/27\/bildung-brennt-mayday\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.4lthangrund.jetzt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MAYDAY &#8211; MAYDAY &#8211; CLUB_WORKERS_BLOCK 1.Mai 2021_12h Ottakring U3 &#8211; Treffpunkt &#8211; Silber \/ goldene Fahne. Du hast Bezug zur Clubkultur? Arbeitest nachts, im Veranstaltungs-, Party- oder einem anderen Kontext? Du warst in diesen Bereichen vor der Pandemie t\u00e4tig? 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