{"id":893,"date":"2021-04-26T14:28:33","date_gmt":"2021-04-26T12:28:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mayday.jetzt\/?p=893"},"modified":"2021-04-26T14:28:59","modified_gmt":"2021-04-26T12:28:59","slug":"auf-zum-feministischen-streik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mayday.jetzt\/index.php\/2021\/04\/26\/auf-zum-feministischen-streik\/","title":{"rendered":"1.MAI \u2013 Legt die Arbeit nieder! Auf zum feministischen Streik!"},"content":{"rendered":"<p>    1.MAI \u2013 Legt die Arbeit nieder! Auf zum feministischen Streik!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Foto_sandleiten-1024x680.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" class=\"alignnone size-large wp-image-894\" srcset=\"https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Foto_sandleiten-1024x680.jpeg 1024w, https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Foto_sandleiten-300x199.jpeg 300w, https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Foto_sandleiten-768x510.jpeg 768w, https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Foto_sandleiten.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Die Plattform Radikale Linke sendet k\u00e4mpferische Gr\u00fc\u00dfe vom Sandleitenhof, dem gr\u00f6\u00dften Gemeindebau der Zwischenkriegszeit und Schauplatz historischer Arbeits- und antifaschistischer K\u00e4mpfe, gelegen in der Rosa-Luxenburggasse Ecke Liebknechtgasse.<br \/>\nVon hier aus rufen wir auf zum Block des feministischen Streiks auf der 1. Mai Demo \u201eKapitalismus ist die Krise \u2013 soziale K\u00e4mpfe verbinden\u201c.<\/p>\n<p>ALL GENDER, FLINTA REIHEN VORNE!<\/p>\n<p>TREFFPUNKT 12:00 \u2013 U3 Station Ottakring<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns in Wien auf eine Geschichte der Arbeiter*innenbewegung berufen, aber der 1. Mai ist hier nur noch ein Gedenken, das jeden Anspruch an ein besseres Leben aufgegeben hat.<\/p>\n<p>Am 1. Mai 2021 wollen wir uns treffen und zusammenschlie\u00dfen, nicht um romantisierend in die Vergangenheit zu schauen, wie das im Roten Wien an diesem Tag so \u00fcblich ist, sondern um aktuelle und radikale Forderungen k\u00e4mpferisch auf die Stra\u00dfe zu tragen.<\/p>\n<p>Die Verbesserung sozialer Verh\u00e4ltnisse folgt keinem nat\u00fcrlichen Ablauf, sie f\u00e4llt auch nicht vom Himmel. Sie ist immer ein Ergebnis von K\u00e4mpfen.<br \/>\nUnd die aktuelle Situation der multiplen Krisen in Gesundheit und Wirtschaft, sowie das Erstarken reaktion\u00e4rer Ideologien, stellt uns vor gro\u00dfe Herausforderungen, auf die es neue Perspektiven braucht.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns auf vieles st\u00fctzen, was in der Vergangenheit erk\u00e4mpft wurde. Aber wir lernen auch dazu. Gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse ver\u00e4ndern sich fortw\u00e4hrend, so muss unsere Kritik und unser Kampf der<br \/>\nArbeit und des Kapitalismus sich auch ver\u00e4ndern. Das, was als Arbeit gilt und wer sie unter welchen Bedingungen macht, ist Teil dieses Kampfes.<\/p>\n<p>Wir meinen, wenn wir von Arbeitsk\u00e4mpfen sprechen, nicht nur die Fabriksarbeit, sondern wir richten unsere Kritik gegen jede Form fremdbestimmter Arbeit: die Lohnarbeit und die Reproduktionsarbeit, die<br \/>\nHausarbeit, die Carearbeit, all die Arbeit, die notwendig ist, damit die Welt \u00fcberhaupt am Laufen bleibt \u2013 egal, ob sie unbezahlt verrichtet wird oder v\u00f6llig prek\u00e4r an Migrant*innen ausgelagert wird. Wir richten uns also gegen jede Form der Fremdbestimmung, auch wenn Arbeiter*innen durch verschleiernde Strukturen wie Scheinselbstst\u00e4ndigkeit oder flache Hierarchien Freiheit und Selbstbestimmung  vorgegaukelt wird.<\/p>\n<p>Im letzten Jahr haben wir oft geh\u00f6rt, dass die Pandemie ein Brennglas der Verh\u00e4ltnisse darstellt. Und trotzdem gibt es Menschen, die weiterleben wollen wie zuvor. Zur\u00fcck zur Normalit\u00e4t. Zur\u00fcck zum<br \/>\ngeringeren \u00dcbel. Ein gutes, ein besseres Leben f\u00fcr alle scheint f\u00fcr viele unm\u00f6glich, zu sehr durchdringt das Gelernte, die Disziplinierung unsere Lebensweise. Aber diese Vorstellung, wie wir leben m\u00fcssen, ist nicht \u201enormal\u201c, sie beruht auf einem System, das von Menschen gemacht ist und dessen Strukturen es geschafft haben, sich durchzusetzen, in unserer Art zu wohnen, zu arbeiten, uns zu ern\u00e4hren, zu kleiden, Energie und Technologie zu nutzen und miteinander in Beziehung zu treten. Es ist ein Leben, in dem wir gelernt haben, uns v\u00f6llig auf die Bed\u00fcrfnisse des Kapitals auszurichten, ihm alles unterzuordnen. Ob wir selbst arbeiten gehen m\u00fcssen, Angst vor der K\u00fcrzung der n\u00e4chsten AMS Zahlung haben, oder ob wir uns um andere k\u00fcmmern, sie aufbauen und motivieren, damit sie am n\u00e4chsten Tag wieder den Weg in die Arbeit schaffen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend manche also Licht am Ende des Tunnels zu sehen meinen, wollen wir nicht zur\u00fcck zu einer angeblichen Normalit\u00e4t, die schon vorher beschissen war, nicht zur\u00fcck zu einer Ordnung, die nicht einmal im<br \/>\nStande ist, das Lebensnotwendige f\u00fcr alle Menschen bereitzustellen.<\/p>\n<p>Was von Menschen geschaffen wurde, kann von ihnen ver\u00e4ndert werden. Eine Perspektive im Kampf gegen die neue Normalit\u00e4t ist der feministische Streik.<\/p>\n<p>Er kann ein zentrales Mittel sein zur Politisierung all dieser gewaltvollen Verh\u00e4ltnisse! Er ermutigt uns, gegen alle Formen patriarchaler Gewalt und vergeschlechtlicher Arbeitsteilung gemeinsam<br \/>\ntransnational, anti-rassistisch und antikapitalistisch zu k\u00e4mpfen! Denn mit dem Sichtbarmachen und Bestreiken all dieser Arbeit, die f\u00fcr den Kapitalismus notwendig ist (zum Beispiel das Geb\u00e4ren und Gro\u00dfziehen von Arbeiter*innen oder das Umsorgen von jenen, die nicht mehr als Arbeiter*innen verwertbar sind, als Kranke oder als Alte\u2026 Mit dem Bestreiken all dieser Arbeit wird die vermeintliche Naturgegebenheit des Kapitalismus massiv ins Wanken geraten.<\/p>\n<p>In Chile, Mexiko oder in Polen finden diese K\u00e4mpfe bereits statt:<br \/>\nBeispielsweise als Widerstand gegen Feminizide, als Widerstand gegen die Kriminalisierung von Abtreibung und f\u00fcr reproduktive Gerechtigkeit \u2013 das hei\u00dft in jedem Fall als Widerstand gegen die bin\u00e4re und hierarchische Geschlechterordnung und die Verf\u00fcgung \u00fcber vergeschlechtlichte K\u00f6rper im Kapitalismus.<\/p>\n<p>Der Feministische Streik beinhaltet nicht nur die kollektive Arbeitsverweigerung aller fremdbestimmter Arbeit, sondern auch die bewusste Organisierung jener Arbeit, die notwendig ist, f\u00fcr ein gutes<br \/>\nLeben f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>Der Feministische Streik umklammert K\u00e4mpfe, er umarmt und verbindet sie \u2013 mit dem Ziel tats\u00e4chlich alles zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Am 1. Mai und immer scheissen wir also auf \u201eHoch die Arbeit\u201c! Wir sagen: Legt die Arbeit nieder! \u2013 Auf zum feministischen Streik!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.radikale-linke.at\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">www.radikale-linke.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.MAI \u2013 Legt die Arbeit nieder! Auf zum feministischen Streik! Die Plattform Radikale Linke sendet k\u00e4mpferische Gr\u00fc\u00dfe vom Sandleitenhof, dem gr\u00f6\u00dften Gemeindebau der Zwischenkriegszeit und Schauplatz historischer Arbeits- und antifaschistischer K\u00e4mpfe, gelegen in der Rosa-Luxenburggasse Ecke Liebknechtgasse. Von hier aus rufen wir auf zum Block des feministischen Streiks auf der 1. Mai Demo \u201eKapitalismus ist &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/mayday.jetzt\/index.php\/2021\/04\/26\/auf-zum-feministischen-streik\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e1.MAI \u2013 Legt die Arbeit nieder! 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