{"id":824,"date":"2020-04-27T17:02:10","date_gmt":"2020-04-27T15:02:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mayday.jetzt\/?p=824"},"modified":"2020-04-27T17:02:10","modified_gmt":"2020-04-27T15:02:10","slug":"aufruf-buendnis-solidaritaet-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mayday.jetzt\/index.php\/2020\/04\/27\/aufruf-buendnis-solidaritaet-fuer-alle\/","title":{"rendered":"Aufruf: B\u00fcndnis \u201aSolidarit\u00e4t f\u00fcr Alle\u2018"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/solidaritaet4alle.noblogs.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/solidaritaet4alle.noblogs.org\/<\/a><\/p>\n<p><strong>B\u00fcndnis \u201aSolidarit\u00e4t f\u00fcr Alle\u2018: <\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-825 size-full\" src=\"https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Vorschlag2.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Vorschlag2.jpg 640w, https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Vorschlag2-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>#Solidarit\u00e4tStattNeuerNormalit\u00e4t am 1. Mai und immer!<\/p>\n<p>Die aktuelle Krise versch\u00e4rft viele kapitalistische Missst\u00e4nde und Widerspr\u00fcche. Sicherer Wohnraum bleibt ein Privileg: W\u00e4hrend Hotels leerstehen, sind Wohnungslose gezwungen, sich zwischen Drau\u00dfenbleiben oder Infektionsrisiko in vollen Einrichtungen zu entscheiden. Zugleich wird gefl\u00fcchteten Menschen in den \u00fcberf\u00fcllten Lagern Griechenlands Solidarit\u00e4t verwehrt: bricht Corona dort aus, werden unz\u00e4hlige Menschen daran sterben. Doch auch manchen mit Zuhause wird das Eingesperrtsein zur Gefahr. Viele Frauen* erleben die eigene Wohnung als Ort der m\u00e4nnlichen Gewalt.<\/p>\n<p>Profite haben weiterhin Vorrang vor dem Wohl der Arbeiter*innen: Die Krise offenbart, welche Arbeit zur Erf\u00fcllung von Grundbed\u00fcrfnissen wirklich zentral ist und von wem sie geleistet wird. Pflegekr\u00e4fte, Supermarktangestellte, Fahrradbot*innen und andere prekarisierte Arbeiter*innen m\u00fcssen bei widrigsten Arbeitsbedingungen die Gesellschaft am Laufen halten \u2013 oft ohne ausreichende Schutzausr\u00fcstung, denn der Markt hat die Versorgung nicht gesichert. Statt Arbeitszeitverk\u00fcrzung und h\u00f6herer Entlohnung ernten sie daf\u00fcr aber nur zynischen Beifall. 70% dieser Arbeit wird von Frauen geleistet, die zugleich einen Gro\u00dfteil der zuhause anfallenden Sorgearbeit leisten m\u00fcssen. Durch Mangel an migrantischer Arbeit, der durch nationalstaatliche Abschottung entsteht, drohen Ernteausf\u00e4lle und Pflegenotstand. W\u00e4hrend Kulturarbeiter*innen, K\u00fcnstler*innen und viel andere um ihre Existenz k\u00e4mpfen, werden die Rettungspakete f\u00fcr die oberen Klassen schon geschn\u00fcrt und Verluste vergemeinschaftet. Abscheulich, dass die \u00f6sterreichische Regierung auch noch Dankbarkeit verlangt \u2013 f\u00fcr ein paar hundert Euro f\u00fcr jene, mit einhundertprozentigen Lohnausf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Wir sehen den 1. Mai, den historischen Kampftag der Arbeiter*innenklasse, auch als Aktionstag, um aktuelle Grundrechtsverletzungen aufzuzeigen: Wenn das wirtschaftliche Leben nun wieder hochgefahren wird, warum bleibt \u00f6ffentliche politische Meinungs\u00e4u\u00dferung weiterhin enorm eingeschr\u00e4nkt? Wenn G\u00fcter \u00fcber Grenzen geschickt werden, warum werden Menschen auf dem Mittelmeer festgehalten und an der Au\u00dfengrenze in Lagern eingesperrt? Es darf nicht sein, dass Gesundheit und Grundrechte wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden. Das alles soll die Neue Normalit\u00e4t sein, auf die wir uns einstellen sollen. Dieser Neuen Normalit\u00e4t stellen wir Solidarit\u00e4t f\u00fcr Alle entgegen \u2013 gemeinsam gegen die unzumutbare kapitalistischen Normalit\u00e4t, vor und nach Corona!<\/p>\n<p>Zwar k\u00f6nnen wir \u2013 als Arbeitende, als Erwerbslose, als Studierende, als Aktivist*innen \u2013 am diesj\u00e4hrigen 1. Mai nicht auf die Stra\u00dfe gehen wie sonst. Denn wir sind \u201esolidarisch\u201c und wollen genau deshalb die sch\u00fctzenden Regeln einhalten. Aber gerade weil Solidarit\u00e4t f\u00fcr Alle etwas anderes ist, als der nationale Schulterschluss dieser Regierungspolitik, lassen wir uns den Mund nicht verbieten und werden unseren Widerstand mit bunten und vielf\u00e4ltigen Aktionen zum Ausdruck bringen.<\/p>\n<p>Daher raus zum 1. Mai, lasst uns mit Fahrrad oder zu Fu\u00df, mit Mundschutz und reichlich Sicherheitsabstand um 15 Uhr den Ring erobern. Erk\u00e4mpfen wir gemeinsam eine solidarische Zukunft f\u00fcr Alle und stellen diese dem Schreckgespenst der \u201aNeuen Normalit\u00e4t\u2018 entgegen! Tragt eure Botschaften mit Schildern auf dem R\u00fccken, bringt Musik, Boxen und alles andere, was es braucht, um klar zu machen, dass wir uns in diesen Zeiten trotz Demo-Verboten den Mund nicht verbieten lassen.<\/p>\n<p>#SolidarityInsteadOfNewNormality<br \/>\n#Solidarit\u00e4tStattNeuerNormalit\u00e4t<\/p>\n<p>Anfragen aller Art bitte an folgende Mailadresse:<br \/>\nsolidaritaet4alle@riseup.net<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>https:\/\/solidaritaet4alle.noblogs.org\/ B\u00fcndnis \u201aSolidarit\u00e4t f\u00fcr Alle\u2018: #Solidarit\u00e4tStattNeuerNormalit\u00e4t am 1. Mai und immer! Die aktuelle Krise versch\u00e4rft viele kapitalistische Missst\u00e4nde und Widerspr\u00fcche. 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