{"id":814,"date":"2020-04-25T21:49:30","date_gmt":"2020-04-25T19:49:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mayday.jetzt\/?p=814"},"modified":"2020-04-25T21:50:07","modified_gmt":"2020-04-25T19:50:07","slug":"aufruf-mayday2020-cross-border-solidarity-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mayday.jetzt\/index.php\/2020\/04\/25\/aufruf-mayday2020-cross-border-solidarity-wien\/","title":{"rendered":"Aufruf MAYDAY2020 &#8211; Cross Border Solidarity WIEN"},"content":{"rendered":"<p>Call Cross Border Solidarity WIEN<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/crossbordersolidaritywien\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">https:\/\/www.facebook.com\/crossbordersolidaritywien<\/a><\/p>\n<p><strong>Wir schlie\u00dfen uns dem Demoaufruf von Mayday 2020 an!<\/strong><br \/>\nTreffpunkt ist um 12 Uhr am Praterstern, um 13 Uhr geht es los Richtung Rathaus. <\/p>\n<p>Auf der MAYDAY Webseite werden in der Zeit vor der Demonstration verschiedene Aufrufe unterschiedlicher Gruppen und Initiativen ver\u00f6ffentlicht. Viele verweisen gemeinsam auf die Demonstration, auf andere Aktionen, die im Kontext des 1.Mai stattfinden. Wir beziehen uns solidarisch aufeinander und verweisen auf die unterschiedlichen Perpektiven.<br \/>\nMehr Infos siehe Webseite: https:\/\/mayday.jetzt\/, sowie die Facebook-Veranstaltung zur Mayday 2020:  https:\/\/www.facebook.com\/events\/253591502455535\/<br \/>\n___________________________________________________________<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/cross-border.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"421\" class=\"alignnone size-full wp-image-816\" srcset=\"https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/cross-border.jpg 960w, https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/cross-border-300x132.jpg 300w, https:\/\/mayday.jetzt\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/cross-border-768x337.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p>Hier unser Aufruf zur Mayday 2020:<\/p>\n<p>Heraus zum 1. Mai<br \/>\nTrotz Corona Gesicht zeigen gegen das m\u00f6rderische Grenzregime und f\u00fcr die Befreiung der Menschen aus allen Lagern und Abschiebe-Haftanstalten!<\/p>\n<p>Am 6. M\u00e4rz &#8211; wenige Tage, bevor der Corona-Ausnahmezustands alle Bereiche unseres Lebens \u00fcberschattet hat &#8211; gingen in Wien tausende von Menschen auf die Stra\u00dfen f\u00fcr die \u00d6ffnung der europ\u00e4ischen Grenzen und gegen die brutale Abschottungspolitik der EU-Staaten. Sie setzten ein Zeichen der Solidarit\u00e4t mit allen Menschen auf der Flucht und in der Migration, die zwischen Griechenland und der T\u00fcrkei und an vielen anderen militarisierten Grenzen mit brutaler Gewalt aufgehalten werden, und forderten als Ausweg offene Grenzen, Bewegungsfreiheit und sichere Reisewege.  <\/p>\n<p>Knapp zwei Monate sp\u00e4ter sind diese Forderungen trotz und gerade wegen der Corona-Krise aktueller und brennender denn je: <\/p>\n<p>Auf den griechischen Inseln ist das Leben von tausenden Menschen in den mit EU-Geldern errichteten Lagern von einem drohenden Corona-Ausbruch bedroht ist, weil Staaten wie \u00d6sterreich eine dringend notwendige Evakuierung blockieren. Die europ\u00e4ischen Staaten lassen erneut sehenden Auges Menschen grausam im Mittelmeer ertrinken und blockieren Seenotrettung &#8211; diesmal mit zynischem Verweis auf die Corona-Krise. Aus Algerien und Libyen &#8211; L\u00e4nder, die Schl\u00fcsselpositionen bei der Externalisierung des EU-Grenzregimes auf afrikanischen Boden einnehmen &#8211; werden weiterhin Menschen gnadenlos in L\u00e4nder wie Niger, Sudan, Mali oder Nigeria abgeschoben. Auch in afrikanischen L\u00e4ndern sitzen viele fl\u00fcchtende Menschen in Zeiten von Corona in Lagern fest. Die EU-Staaten haben zwar Geld daf\u00fcr \u00fcbrig, das Weiterfunktionieren ihrer externalisierten Grenzen zu garantieren, aber nicht daf\u00fcr, die Gesundheitssysteme der L\u00e4nder des globalen S\u00fcdens in die Lage zu versetzen, das Leben ihrer Bev\u00f6lkerungen im Falle einer massenhaften Corona-Ausbreitung zu sch\u00fctzen.     <\/p>\n<p>Auch auf seinem eigenen Gebiet setzt der Staat \u00d6sterreich die Gesundheit gefl\u00fcchteter Menschen verantwortungslos und rechtswidrig aufs Spiel setzt, indem er Asylsuchende zwingt, in Massenlagern zu leben, statt ihnen sichere Wohnungen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Mehrere bundesbetreute Lager &#8211; u.a. das zentrale Erstaufnahmelager in Traiskirchen &#8211; wurden bereits wegen aufgetretener Corona-Infektionen unter Quarant\u00e4ne gestellt. Anstatt die dort untergebrachten Menschen schnellsten von dort weg in Sicherheit zu bringen, werden sie \u00fcber Wochen unter willk\u00fcrlichen, intransparenten und gesundheitsgef\u00e4hrdenden Bedingungen unter Einschluss festgehalten. Auch in der Schubhaft werden trotz der Corona-Gefahr weiterhin Menschen festgehalten &#8211; statt einer dringend gebotenen Enthaftung wurden Haftbedingungen versch\u00e4rft, Hofg\u00e4nge beschr\u00e4nkt und Besuche gestrichen. Aus Protest gegen diese menschenunw\u00fcrdigen Zumutungen sind mehr als 10 Schubhaftgefangene in den Wiener Polizeianhaltezentren in den Hungerstreik getreten.<\/p>\n<p>Wir werden uns vor dem Hintergrund der Corona-Krise nicht selbst zum Schweigen verdammen. Gerade jetzt m\u00fcssen wir laut und deutlich zeigen: Ein wirksamer Schutz unseres Lebens, unserer Gesundheit, unserer sozialen und politischen Rechte funktioniert nur f\u00fcr uns alle, funktioniert nur mit gelebter Solidarit\u00e4t, die alle einschlie\u00dft und wirklich niemanden zur\u00fcckl\u00e4sst. Wir m\u00fcssen NEIN sagen zu einem System, das sich auf die Fahnen schreibt, das Leben derjenigen zu sch\u00fctzen, die angeblich dazu geh\u00f6ren, w\u00e4hrend es in Kauf nimmt, viele tausende von Menschen an seinen Peripherien und in seinen Lagern und Gef\u00e4ngnissen sterben zu lassen.<\/p>\n<p>An diesem 1. Mai, dem weltweiten Kampftag der arbeitenden, ausgebeuteten und prekarisierten Klassen, tragen wir konkrete Forderungen auf die Stra\u00dfe, die f\u00fcr uns erste unverzichtbare Schritte f\u00fcr ein gutes Leben f\u00fcr alle sind:<\/p>\n<p>-F\u00fcr die \u00d6ffnung der von den europ\u00e4ischen Staaten geschlossenen Grenzen f\u00fcr Menschen auf der Flucht und in der Migration &#8211; trotz und gerade wegen Corona!<\/p>\n<p>-F\u00fcr die sofortige und ausnahmslose Evakuierung aller Menschen, die in den mit EU-Geldern errichteten Lagern auf den griechischen Inseln und anderswo festsitzen!<\/p>\n<p>-Wohnungen statt Lager f\u00fcr alle, die hier in \u00d6sterreich in Lagern f\u00fcr Asylsuchende und sonstigen Sammelunterk\u00fcnften leben m\u00fcssen!<\/p>\n<p>-Sofortige und ausnahmslose Enthaftung aller Schubhaft-Gefangenen!<\/p>\n<p>-Als erster praktischer Schritt zur schnellen Verf\u00fcgbarmachung von Wohnraum: \u00d6ffnung aller in Zeiten der Corona-Krise leerstehenden Hotels, Hostels und Jugendherbergen f\u00fcr Bewohner*innen von Lagern und Sammelunterk\u00fcnften, f\u00fcr von den EU-Au\u00dfengrenzen evakuierte Personen, f\u00fcr Haftentlassene und f\u00fcr Wohnungslose!<\/p>\n<p>-Nicht zuletzt statt leerer Gesten der Dankbarkeit f\u00fcr systemrelevante Arbeit: Umfassende rechtliche und soziale Gleichstellung aller Besch\u00e4ftigten unabh\u00e4ngig von Staatsangeh\u00f6rigkeit und Aufenthaltsstatus!<\/p>\n<p>Wir nehmen den Schutz der Gesundheit von uns allen ebenso ernst, wie wir nicht bereit sind, uns das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit nehmen zu lassen.<br \/>\nWir rufen deshalb dazu auf: Kommt am 1. Mai mit Mundschutz , stellt euch mit Sicherheitsabst\u00e4nden von mindestens zwei Metern voneinander auf. Den Raum zwischen uns lassen wir nicht leer, sondern wir f\u00fcllen ihn mit Bannern und Schildern unserer Forderungen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Call Cross Border Solidarity WIEN https:\/\/www.facebook.com\/crossbordersolidaritywien Wir schlie\u00dfen uns dem Demoaufruf von Mayday 2020 an! Treffpunkt ist um 12 Uhr am Praterstern, um 13 Uhr geht es los Richtung Rathaus. Auf der MAYDAY Webseite werden in der Zeit vor der Demonstration verschiedene Aufrufe unterschiedlicher Gruppen und Initiativen ver\u00f6ffentlicht. 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