{"id":41,"date":"2011-02-22T19:13:45","date_gmt":"2011-02-22T19:13:45","guid":{"rendered":"http:\/\/mayday-wien.org\/?p=41"},"modified":"2011-02-22T19:13:45","modified_gmt":"2011-02-22T19:13:45","slug":"lets-organize-the-parade-011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mayday.jetzt\/index.php\/2011\/02\/22\/lets-organize-the-parade-011\/","title":{"rendered":"MayDay! MayDay! Let\u2019s organize the parade 011"},"content":{"rendered":"<div><span style=\"font-size: 20px; font-weight: bold;\">MayDay! MayDay! <\/span><span style=\"font-size: 20px; font-weight: bold;\">Let\u2019s organize the parade 011<\/span><\/div>\n<div>\n<blockquote>\n<h4>Autor*in: Prek\u00e4rCaf\u00e9.\u00a0Erschienen in:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.igbildendekunst.at\/bildpunkt\/info.htm\">Bildpunkt &#8211;\u00a0Zeitschrift der\u00a0IG BILDENDE KUNST<\/a> im M\u00e4rz 2011.<\/h4>\n<\/blockquote>\n<p>2008 hat zum vierten \u2013 und bisher letzten \u2013 Mal eine\u00a0<em>EuroMayDay<\/em>-Parade mit rund 4 000 Teilnehmer_innen in Wien stattgefunden. Anfangs gab es den Anspruch, den 1. Mai als Kampftag neu zu etablieren und den<em>EuroMayDay <\/em>als Initialz\u00fcndung f\u00fcr eine breitere Organisierung von Widerstand rund um das Thema \u201ePrekarisierung\u201c auch \u00fcber den 1. Mai hinaus zu n\u00fctzen; aber auch den Begriff \u201ePrekarisierung\u201c in einen breiteren gesellschaftlichen Rahmen zu tragen und widerst\u00e4ndig zu besetzen. All das ist im R\u00fcckblick nur eingeschr\u00e4nkt gelungen. Als im Zuge der Mobilisierung zum\u00a0<em>MayDay!<\/em>2005 von prek\u00e4ren Besch\u00e4ftigungs- und Lebensverh\u00e4ltnissen die Rede war, von der unsicheren Arbeit mit Laptop und Putzfetzen, mit und ohne Krankenversicherung, mit und ohne Aufenthalts- oder Arbeitspapiere, da wussten hierzulande nur die wenigsten etwas mit \u201ePrekarisierung\u201c anzufangen.<\/p>\n<p>Heute ist das anders. Zwar hat sich seitdem an den Verh\u00e4ltnissen nichts zum Guten gewendet, aber es gibt nun zumindest ein Begriffsinstrumentarium, das es erlaubt, den fortschreitenden Prozess der Entsicherung aller Lebensverh\u00e4ltnisse zu benennen und einzelne Aspekte gemeinsam, statt getrennt von einander, zu diskutieren. Gegenseitige Verst\u00e4rkungen haben sich trotzdem nur sehr eingeschr\u00e4nkt ergeben. Der Aufwand, die Parade zu organisieren, war schlussendlich gr\u00f6\u00dfer, als der Nutzen f\u00fcr Organisierung, aber auch f\u00fcr pers\u00f6nliche K\u00e4mpfe im Alltag.<\/p>\n<p>2011 soll es trotz dieser gemischten Bilanz wieder einen\u00a0<em>MayDay! <\/em>in Wien geben. Ausschlaggebend f\u00fcr die bisher an der Organisation beteiligten Aktivist_innen waren, neben der guten Erfahrung einen sozialen Treffpunkt als Alternative zum ritualisierten Aufmarsch der SP\u00d6 zu haben, unter anderem folgende Gr\u00fcnde: So sind in Wien in den letzten Jahren interventionsorientierte antirassistische Strukturen entstanden, die durch Anti-Abschiebeaktionen bis hin zum\u00a0<em>Transnationalen Migrant_ innenstreik <\/em>am 1. M\u00e4rz pr\u00e4sent sind. Nachdem einer der zentralen Slogans der<em>MondoMayDay!<\/em>-Bewegung \u201eNo borders! No precarity!\u201c lautet, ist es inhaltlich naheliegend hier anzuschlie\u00dfen, um der gemeinsamen Forderung nach Politisierung des Alltagslebens zur Selbsterm\u00e4chtigung Ausdruck zu verleihen. Zum zweiten bietet sich nach der breiten Protestwelle auf den Universit\u00e4ten 2009\/2010 auch das Thema \u201eprekarisiertes (Alltags-)Wissen &amp; Arbeit\u201c an, um an eigene Lebensverh\u00e4ltnisse anzukn\u00fcpfen und neue Perspektiven f\u00fcr gemeinsame soziale K\u00e4mpfe zu gewinnen. Zum dritten gilt es auch dieses Jahr wieder die zunehmenden stadtr\u00e4umlichen Konflikte und die Forderungen nach einem \u201eRecht auf Stadt\u201c aufzugreifen.<\/p>\n<p>Falls sich all diese K\u00e4mpfe gegen prek\u00e4re Arbeits- und Lebensverh\u00e4ltnisse bis zum 1. Mai verbinden lie\u00dfen, w\u00fcrde die Parade heuer wom\u00f6glich erstmals von einer Dynamik gepr\u00e4gt sein, die wesentlich zur Verst\u00e4rkung und Sichtbarmachung unserer K\u00e4mpfe dient. Dies w\u00fcrde \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich machen, auch dauerhaft Menschen anzusprechen, die ihre allt\u00e4glichen sozialen K\u00e4mpfe fernab von marginalen (Polit-)Szenen einer Hauptstadt ausfechten. In dem Sinne hoffen wir wieder einen gro\u00dfen Vorbereitungs- und Unterst\u00fctzer_innenkreis zur Gestaltung des\u00a0<em>MayDay! <\/em>motivieren zu k\u00f6nnen. Offene Vorbereitungstreffen finden ab sofort jeden Donnerstag um 18h30 im Amerlinghaus statt (Stiftgasse 8, 1070 Wien). N\u00e4here Informationen zum aktuellen Stand der Mobilisierung k\u00f6nnen unter\u00a0<a title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.prekaer.at\/\" target=\"_blank\">www.prekaer.at<\/a> abgerufen werden.<\/p>\n<p>Das Prek\u00e4rCaf\u00e9 ist 2008 aus der\u00a0<em>EuroMayDay<\/em>-Bewegung hervorgegangen und aktuell, als eines von mehreren Kollektiven bzw. Einzelpersonen, an der Organisierung eines\u00a0<em>MayDay! <\/em>2011 beteiligt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MayDay! MayDay! Let\u2019s organize the parade 011 Autor*in: Prek\u00e4rCaf\u00e9.\u00a0Erschienen in:\u00a0Bildpunkt &#8211;\u00a0Zeitschrift der\u00a0IG BILDENDE KUNST im M\u00e4rz 2011. 2008 hat zum vierten \u2013 und bisher letzten \u2013 Mal eine\u00a0EuroMayDay-Parade mit rund 4 000 Teilnehmer_innen in Wien stattgefunden. Anfangs gab es den Anspruch, den 1. Mai als Kampftag neu zu etablieren und denEuroMayDay als Initialz\u00fcndung f\u00fcr eine &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/mayday.jetzt\/index.php\/2011\/02\/22\/lets-organize-the-parade-011\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eMayDay! MayDay! 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